Konzeptstudie Amtsgericht Gummersbach Viel Zuspruch gab es für das gemeinsam mit pbs architekten eingereichte Konzept der Landmarken AG, das in diesem europaweiten Wettbewerb unter die letzten drei Teilnehmer kam. 

Ausgeschrieben war ein neuer Standort für das Amtsgericht Gummersbach mit rund 90 Mitarbeitern. Damit sollten zwei Standorte zusammengelegt werden, das Amtsgericht und der Ambulante Soziale Dienst (ASD) der Justiz. Das architektonische Konzept sieht ein u-förmiges Gebäude mit einem landschaftsgärtnerisch angelegten Innenhof als zentrales gestalterisches Element vor, der einen attraktiven Ausblick und qualitätvollen Bezugspunkt für alle Ebenen des Gebäudes darstellt. Besonders hervorgehoben wurden durch den Auslober vor allem die hervorragende Flächeneffizienz des Landmarken-Entwurfs und die gute Strukturierung mit einem separaten Eingang für den Ambulanten Sozialen Dienst. Eine zugangskontrollierte, interne Verbindung verbindet in dem Entwurf den ASD mit dem Amtsgericht, ohne dessen Abläufe zu stören. Ebenso wurde für die Integration einer abgeschotteten Schleuse als Zufahrt des Häftlingstransports eine überzeugende Lösung gefunden.

Art & ProjektstatusWettbewerbsbeitrag zur europaweiten Ausschreibung für Amtsgericht Gummersbach und Ambulanter Sozialer Dienst der Justiz
StandortBrückenstraße, Gummersbach
Etagen & Flächen3 Geschosse plus Staffelgeschoss, BGF ca. 4.200 m², Mietfläche ca. 3.500 m²
Nutzung & MieterAmtsgericht Gummersbach und Ambulanter Sozialer Dienst
AnsprechpartnerinAndrea Czaika

Insbesondere das Foyer bietet in diesem Konzept einen repräsentativen Charakter. Es ermöglicht nach dem barrierefreien Betreten durch die Kontrollschleuse einen direkten Durchblick in den begrünten Innenhof. Die Struktur mit tragenden Außenwänden und einer mittig liegenden Stützreihe schafft größtmögliche Flexibilität bei der Raumaufteilung, da alle Flur- und Trennwände nicht tragend geplant und somit je nach Nutzungswunsch verschiebbar sind. Für künftige Anpassungen sind bereits auf jeder Geschossebene Reservebüroräume vorgesehen, ohne den vorgegebenen Flächenansatz des Raumprogramms zu überschreiten. 

Ressourcenschonende Bauweise, optimierte Prozesse im Betrieb und ein effizientes Energiekonzept ermöglichen zudem eine DGNB-Zertifizierung. Mögliche Mehrwerte für die Nutzer ergeben sich aus der vorgesehenen Dachterrasse in der Nähe des Speisesaals sowie aus optionalen, zusätzlichen Terrassen auf den Dächern der Gerichtssäle.

Die vorgeschlagene Fassadenbekleidung mit Betonwerkstein unterstützt die Gesamtaussage des Gebäudes, das die Würde eines Gerichts repräsentieren soll.

Grundstücksflächeca. 5.400 m²
WettbewerbsabgabeNovember 2015
Projektbeteiligtepbs architekten, Aachen (Architektur)